Holz | Schwenk & Seggelke - Meisterwerkstätte für innovativen Klarinettenbau in Bamberg

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Holzauswahl

Fotos:
Manuel Kresser


Das Holz für Ihre Klarinette ist mehr als nur das Material, in dem die Mechanik befestigt wird. Wir verwenden viel Sorgfalt auf die Auswahl des richtigen Stücks für Ihr Wunschinstrument. Die Oberfläche, die innen und außen entsteht, wenn aus einem Stück Holz ein Korpus für eine Klarinette werden soll, spielt eine entscheidende Rolle für das Klangverhalten des fertigen Instruments. In der Vergangenheit haben wir immer wieder mit unterschiedlichen Materialien und Fertigungstechniken experimentiert, um optimale und kontrollierbar zu wiederholende Ergebnisse zu erzielen. Mit unseren erprobten Techniken erreichen wir höchste Maßhaltigkeit und können helfen, Ihnen Ihr gewünschtes Blasgefühl und das gesuchte Klangspektrum zu ermöglichen.

Für die Klarinetten in B, A und C stehen zur Auswahl:

Grenadillholz (Dalbergia Melanoxylon) aus Mosambik: das gängige Material für alle Orchesterinstrumente, mit seiner enormen Dichte erreichen wir die höchste Brillanz im Klangspektrum, ein zentrierter, fokussierter und ausgeglichener Klang ist das Resultat.

Abb.: Birne aus Grenadill mit
versilberten Messingringen

Buchsbaum (Buxus sempervirens) aus Frankreich und der Türkei: seit der Entstehung der Klarinette vor über 300 Jahren kam Buchsbaum im Instrumentenbau zum Einsatz. Jedoch ist Buchsbaum seit Beginn des 20. Jahrhunderts aufgrund industrieller Fertigung und der Möglichkeit, exotische Hölzer über die Kolonien zu importieren, immer seltener verwendet worden. Zudem stand das Holz auch wegen des sehr langsam nachwachsenden Bestandes kaum in der nötigen Menge zur Verfügung. Unsere Erfahrung im Nachbau historischer Klarinetten und die hörbar unterschiedlichen Eigenschaften von Buchsbaum haben uns bewogen, auch wieder moderne Klarinetten aus diesem fantastischen Material zu fertigen.

Abb.: Birne aus Buchsbaum mit
vergoldeten Messingringen

Mittlerweile haben wir über 100 Klarinetten unterschiedlichster Bauweise aus Buchsbaum gebaut - Tendenz steigend. Vor allem besticht das optisch sehr elegante Instrument durch seine Möglichkeit, feinste dynamische Schattierungen sehr direkt umzusetzen. Ein ausdrucksvolleres Spiel ist die Folge, und Einbußen in der Lautstärke gibt es ebensowenig wie einen Mangel an Fokus. Ist es daher nicht logisch, nur mit Buchsbaum zu arbeiten? Eigentlich ja, wäre da nicht der Wunsch nach maximaler Robustheit und dem brillanten Glanz, den man mit Grenadill erzielen kann.

Es bleibt eine sehr persönliche Entscheidung, aber gerade das bereichert die Klangwelt und damit die Musik.

Hinzu kam in den vergangenen Jahren die Beschäftigung mit "Mopane" (Colophospermum mopane), einem Holz, das lediglich mit seinem afrikanischen Namen bei uns bekannt ist. In der Dichte und dem Gewicht ist es Grenadill (das bei den Afrikanern "Mpingo" genannt wird - hier ist die Nähe erkennbar) sehr ähnlich, hat aber einen anderen Faserverlauf und eine andere Farbe. Nach der Oxidation und dem Ölen wird es tief rot und sieht in Kombination mit vergoldeten Säulchen oder komplett vergoldeter Mechanik sehr schön aus.

Abb.: Birne aus Mopane mit
vergoldeten Messingringen

Wer schon auf Buchsbaum-Klarinetten gespielt hat und ohnehin die Eigenschaften von Grenadill kennt, wird das Gefühl haben, Mopane fülle genau die Mitte zwischen den beiden anderen Hölzern aus. Es hat etwas weniger Brillanz als Grenadill, ist in seiner Kompaktheit dem Buchsbaum nahe und wird dadurch zu einer eigenen Stimme. Seine Oberfläche lässt sich sehr dicht gestalten, was Kompaktheit und Fokus in den Klang bringt. Die Holzfaser ist aber weniger lang als beim Grenadill, das nimmt die Stärke mancher hohen Partialtöne.


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